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Aktuelles

Sachstand im November 2020

Das geotechnische Gutachten zur Variantenabwägung war Ende April 2020 fertig und wurde Anfang September auf der Homepage des Regierungspräsidiums Tübingen (RP) zur B31neu veröffentlicht (https://b31.verkehr-bodenseeraum.de/doc/geotechnisches-gutachten-zur-variantenabwaegung).

Die abschließende Bewertung stellt sich dort auf S. 44 wie folgt dar:

2020 04 27 Bewertung Varianten

Das geotechnische Gutachten gibt also allen Befürwortern der Variante C1.1 recht, dass dort die B31neu am einfachsten und günstigsten zu bauen gewesen wäre. Nur die inzwischen verschärften Naturschutzgesetze sprachen dem entgegen. Wenn die B1-Variante naturschutzrechtlich machbar ist, so ist dies der bestmögliche Kompromiss (bzw. die am wenigsten schlechte Variante). Das Umweltgutachten sagt dazu ja!

Nach mehreren corona-bedingten Absagen fand am 14.10.20 wieder ein Dialog-Forum statt, allerdings in einer Video-Konferenz mit 30-40 Teilnehmern. Die Schwierigkeiten bei dieser für 2,5 h angesetzten Veranstaltung kann man sich vielleicht vorstellen.

Die wichtigsten Informationen der Herren vom RP seien hier kurz zusammengefasst:

RP-Chefplaner Kühnel: Das Berliner Verkehrsministerium hält die 4-Streifigkeit der neuen B31 in diesem Abschnitt für richtig. Das OK für die B1-Variante soll in diesem Jahr (2020 !) noch kommen.

Umwelt-Gutachter Stocks: Die B1-Variante ist 11,6 km lang und hat in einem RQ28 - Ausbau einen Kostenrahmen von derzeit 280 Mio. €. Die Verschiebung nach Norden im Immenstaader Bereich Siedlung/Ruhbühl ist naturschutzrechtlich nicht machbar, es sei eher möglich, wegen des Lärmschutzes einen längeren Tunnel zu bauen.

Verkehrs-Gutachter Kiener: 3-Streifigkeit mit RQ15,5 ist in diesem B31-Abschnitt für das Verkehrsaufkommen nicht ausreichend. Die Richtlinien schreiben hier RQ28 vor, auch aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen für die Pflege der Straße.

Geotechnik-Gutachter Münnich: Grundsätzlich seien alle Varianten technisch machbar, doch der unterschiedliche Kostenaufwand sei beträchtlich. Auf Antrag des BUND Immenstaad musste er die Machbarkeit eines Tunnels mitten durch Hagnau unter der jetzigen B31 prüfen. Dieses Unterfangen im Rahmen der A-Variante würde die Bauzeit um 3 Jahre verlängern und die Kosten für das Gesamtbauwerk verdoppeln. Dazu müsste zur Einrichtung der Baustelle eine Häuserzeile entlang der jetzigen B31 abgerissen werden und es gäbe dazu noch extreme Grundwasserprobleme. Unter vernünftigen Gesichtspunkten wäre dies nicht machbar!

Umwelt-Gutachter Stocks: Nachdem BUND Vertreter Hr. Lindemann nochmals nach einer Prüfung der B2-Variante (mitten durchs Dornier-Gelände und durch Immenstaad) fragt, versichert Herr Stocks, dass alle 12 Varianten auf gleichem Niveau untersucht wurden und erteilt aus bereits bekannten Gründen dieser B2-Variante eine klare Absage.

Für Fragen und weitere Informationen stehen Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung:

Dieter Kirchhoff, Tel.: 0 75 45 / 5 22, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Heinolf Kielkopf, Tel.: 0 75 45 / 12 01, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!